Kollektive Unruhe in Rheinsberg

Neu­es Rheins­ber­ger Resi­denz­ensem­ble für neue Musik 2024/25 ist das KOLLEKTIV UNRUHE

Es ist ent­schie­den: Das Rheins­ber­ger Resi­denz­ensem­ble für neue Musik des Aka­de­mie­jah­res 2024/25 ist das KOLLEKTIV UNRUHE. Das Enmsem­ble über­zeug­te beim Aus­wahl­kon­zert am Sams­tag, 2.3., im Rheins­ber­ger Schloss­thea­ter mit inspi­rier­tem Pro­gramm und künst­le­ri­scher Vision.

Mar­cus Fried­rich, Lei­ter der Musik­aka­de­mie Rheins­berg und Mit­glied der vier­köp­fi­gen Jury, über die Ent­schei­dung: „Das KOLLEKTIV UNRUHE lie­fer­te ein tol­les Gesamt­pa­ket aus gelun­ge­ner Per­for­mance, musi­ka­li­scher Klas­se und kon­zep­tu­el­lem Geschick ab. Die Bereit­schaft zum Expe­ri­ment und zur thea­tral-per­for­ma­ti­ven Dar­stel­lung sowie die auf­rich­ti­ge Spiel­freu­de haben uns als Jury auf gan­zer Linie überzeugt.“

Das Ensem­ble sucht in sei­nen Kon­zer­ten stets die Grenz­über­schrei­tung zu ande­ren Kunst­for­men. Es forscht nach neu­en For­men des musi­ka­li­schen Erzäh­lens und arbei­tet regel­mä­ßig mit unter­schied­li­chen zeit­ge­nös­si­schen Kom­po­nis­tin­nen und Kom­po­nis­ten zusam­men. Dabei ent­ste­hen beein­dru­cken­de Gesamt­kunst­wer­ke aus Gen­res, Sti­len und Performance.

Das inter­na­tio­nal auf­ge­stell­te Musi­kan­ten­trup­pe mit Mit­glie­dern u.a. aus Argen­ti­ni­en, Aus­tra­li­en, Grie­chen­land und Ita­li­en besteht aus jun­gen Pro­fi­mu­si­kern, die sich in wech­seln­den Beset­zun­gen zusam­men­fin­den. Beim Aus­wahl­kon­zert in Rheins­berg über­zeug­ten Bel­trán Gon­za­lez (Diri­gent), Oli­via Pal­mer-Bak­er (Fagott), llo­na Per­ger (Kla­vier), Cami­lo Hirsch­horn (Kla­ri­net­te), Eli­sa­beth Mül­ler (Akkor­de­on), José Luis Per­di­gón de Paz (Vio­li­ne) und Malin Sie­berns (Flö­te).

Die Jury bestand in die­sem Jahr aus der aus­tra­li­schen Musi­ke­rin und Per­for­me­rin Rosan­na Lovell, der bri­ti­schen Kom­po­nis­tin Julia­na Hod­kin­sons und dem Kom­po­nis­ten Ste­fan Streich, dem Künst­le­ri­schen Lei­ter der Klang­werk­statt Ber­lin. Mar­cus Fried­rich, Lei­tung der Musik­aka­de­mie Rheins­berg, ergänz­te das Juryquartett.

Der Titel „Rheins­ber­ger Resi­denz­ensem­ble für neue Musik“ wird seit 2021 an Ensem­bles ver­ge­ben, die sich der zeit­ge­nös­si­schen Musik ver­schrie­ben haben. Das aus­ge­wähl­te Ensem­ble wird ein Jahr lang von der Musik­aka­de­mie Rheins­berg durch indi­vi­du­el­le Wei­ter­bil­dun­gen sowie Pro­ben- und Auf­tritts­mög­lich­kei­ten geför­dert. Ziel des Pro­gramms ist die künst­le­ri­sche und kon­zep­tio­nel­le Wei­ter­bil­dung des Ensem­bles sowie die Rea­li­sie­rung neu­er und „unge­hör­ter” Kon­zert­for­ma­te. Für die Resi­denz in der Sai­son 24/25 steht das The­ma „Recy­cling” im Mittelpunkt.


KOLLEKTIV UNRUHE © Nor­bert Frank